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Die Lärche - eine große Heilerin

Um die Lärche ranken sich viele Erzählungen vor allem in der Sagenlandschaft Tirols und Südtirols. Wo fängt man an über einen Baum zu schreiben, der seit Jahrhunderten bekannt, genutzt, verehrt wird? Indem ma anfängt :-) Vor allem im Alpenraum wurde traditionell neben das Haus eine Lärche gepflanzt, sie sorgte für den guten Geist ums Haus. Damit ist die Lärche eine von mehreren Schutzpflanzen darunter auch der Hollunderbusch oder die Vogelbeere. In den Rauhnächten räuchert man bis heute Lärchenharz, um die bösen Geister zu verbannen und die guten anzulocken. Lärchen werden auch „Betbäume“ genannt, da sie zur Andacht aufrufen und mit Maria in Verbindung gebracht werden.


In der Volksmedizin wird das Lärchenharz (auch Larget genannt) seit dem Mittelalter bei Wunden, Splittern, zum Schleim lösen, zur Schmerzlinderung und zum Desinfizieren eingesetzt. In Österreich und Südtirol wird Lärchenharz bis heute als Lärchenpech bezeichnet, daraus entsteht die wunderbare Pechsalbe - eine Mischung aus Olivenöl, Bienenwachs, Lärchenharz und kleinen Zusätzen, je nachdem was noch gestärkt werden will.


Das ätherische Öl kann man auch mit Honig vermischen und bei Blasenleiden einsetzen, äußerlich wirkt das Öl als Einreibung bei Nervenschmerzen, als Umschlag gegen Hauterkrankungen.


In ihrer Jugend wächst die Lärche sehr schnell, sodass sie zunächst hoch und schmal wird. Das liegt wohl daran, dass die Schösslinge nach dem Sonnenlicht gieren. Erst später entwickelt die Lärche ihr Breitenwachstum. Fruchten die Samen auf gutem Boden, kann die Lärche vierzig und mehr Meter hoch werden. Im Frühling wachsen die Nadeln büschelweise, sie werden 2 Zentimeter lang und bleiben flach. Ihr Geschmack: erfrischend säuerlich. Etwa 20 davon bilden ein Büschel. Im April und Mai blühen die roten, duftenden Blüten - die Weibchen . aus denen sich die braunen Zapfen bilden. Weibliche und männliche Blüten findet man auf demselben Baum, Botaniker verwenden dafür den Fachbegriff: einhäusig. #daslebenderbäume #wildkräutertirol #kräuterfreu


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