• kathreinjane

Wenn sie keine Brennhaare hätte, wäre sie ausgestorben

Aktualisiert: 7. Feb. 2021

urtica I


Sie ist eine der beliebtesten Nutzpflanzen, Menschen und Tiere laben sich vielfach an ihr. Urtica, ist ein sehr wertvolles Kraut, das in jedem Hausgarten einen Platz haben sollte.


Schmackhaftes Wildgemüse, stärkendes und reinigendes Heilkraut, Faserpflanze zur Herstellung von Schnüren, Heimat für rund 50 verschiedene Schmetterlingsraupen und als Jauche oder Mulch ein wertvoller Pflanzendünger.


Das mehrjährige Ruderalgewächs (Pflanzen, die an menschlich tief überprägten Standorten wachsen) gehört zur Familie der Nesselartigen und das ist auch das Markante an dieser Pflanze. Die Nesseln. Der Stängel und die Blätter sind mit kurzen Borstenhaaren und längeren Brennhaaren übersät, die aus Kieselsäurekristallen bestehen. An ihrem

Ende sitzt ein keines Köpfchen, das bei Berührung leicht abbricht. Das Haar sieht nun aus wie eine kleine Injektionsnadel, die sich leicht in die oberste Hautschicht bohrt. Der darin enthaltene ameisensäurehaltige Brennsaft wird durch die kapillare Sogwirkung in die Haut injiziert und kann dort zu langanhaltenden Rötungen, Quaddeln und Juckreiz führen. Manche Therapien zur Behandlung von Rheuma oder Gicht machen sich diese Reaktion übrigens auch noch heute zu Nutze.


Quelle: Journale "Lehrgang Wildnispädagogik"

Bildquelle: creativecommens /Prohaska

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