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Ginseng der Alpen - Meisterwurz


Ich knabbere an ihr wenn es hoch hinauf geht auf meinen Wanderungen , das gibt es in den Büchern nicht zum Nachlesen, aber an einem Tag der vielen Aufstiege durch das Bärgundtal, Kleines Walsertal, lacht sie mir mit kräftigen Blättern entgegen. Seitdem suche ich sie auf meinen Wegen, vertraut gemacht haben wir uns vor acht Jahren an einem Wasserfall im Stubaital.


Auch Ginseng der Alpen genannt, die Meisterwurz galt schon im Mittelalter als Allheil-, ja sogar als Zaubermittel. Fiebersenkend, schmerzlindernd und entzündungshemmend, hilft als Antidot bei chronischen und akuten Vergiftungs-Zuständen


Die Meisterwurz strömt einen scharfen, aromatischen Geruch aus und so schmecken ihre Blätter und die Tinktur, aus den Wurzeln hergestellt. Die mehrjährige, krautige Pflanze Imperatoria ostruthium gehört zu den Doldenblütlern. Sie liebt kalkige Böden und ist ursprünglich in den Alpen zu Hause, wo sie bevorzugt an Bachufern und auf feuchten Wiesen in mindestens 1000 Metern Höhe wächst.


Inzwischen auch in den Pyrenäen und anderen Gebirgsregionen Mitteleuropas angekommen, zeugt ihre starke Verbreitung wohl davon, dass die beliebte Heilpflanze in Gärten angebaut wurde und von dort aus verwilderte.


Foto: Jane Kathrein/ kraeuterfreu.at


Im frühen Frühjahr und im Spätherbst sind ihre Kräfte am größten. Achtung, das sollte man wissen: bei Hautkontakt können empfindlich veranlagte Menschen mit Dermatitis reagieren und wer eine Allergie auf Doldenblütler hat, lässt besser die Finger davon. Heute und in den kommenden drei Wochen gönne ich mir ein paar Tropfen Meisterwurztinktur.


Wie man eine Tinktur herstellt:


  • Was man dafür braucht: Schraubdeckelglas, Alkohol (Korn oder Weingeist)

  • Verarbeitung Wurzeln sauber waschen und am besten mit einer Gemüse- oder Zahnbürste von Erde befreien, in kleine Stücke schneiden. Ein Schraubdeckelglas mit den Wurzelstücken zu einem Drittel füllen und mit Alkohol (80 Prozentigen für die Meisterwurz) soweit befüllen, dass das Pflanzenmaterial bedeckt ist). Den Alkoholansatz an einem warmen aber nicht sonnigen Ort mindestens 3 Wochen ziehen lassen. Anschließend den Ansatz durch ein Sieb oder sauberen Baumwollstoff filtern, also von Wurzelstücken und Schwebstoffen befreien.


Wie man Inhaltsstoffe aus Pflanzenteilen extrahiert:


Extrahieren: Dabei wird mit Hilfe von Lösungsmitteln der wasserlösliche Wirkstoff aus dem Pflanzenmaterial herausgeschwemmt. Da das Lösungsmittel in der Regel im Inhaltsstoff verbleibt, sollte es hautfreundlich sein. Verwendet werden zumeist Glycerin oder leicht alkoholische Auszugsmittel.


Alkoholische Lösungen haben den Vorteil, dass sie ein breiteres Wirkspektrum aus dem Pflanzenmaterial herauslösen können. Während Glycerin nur wasserlösliche Wirkstoffe extrahiert, können wässrig-alkoholische Lösungsmittel auch zum Teil fettlösliche Wirkstoffe lösen. Auch in der Haltbarkeit überlebt der wässrig-alkoholische Auszug jenen aus Glycerin.


mehr dazu gibt es in einem anderen Beitrag




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