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Brennnessel-Jauche - das flüssige Gold


Die Blätter der Brennnessel und ihre Brennhaare. Foto: pixabay_AllNikArt


Ihr Geruch ist unverkennbar, in ihrer Konzentration ist Brennnessel-Jauche dann auch zu "scharf" als Dünger. Wer jedoch umweltfreundlich und biologisch gärtnern möchte, kommt an Pflanzenjauchen wie der Brennnessel-Jauche nicht vorbei.


Natürlicher Dünger. Durch den hohen Stickstoffgehalt und dem enthaltenen Kalium eignet sich Brennnessel-Jauche besonders als Dünger für Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika. Diese Pflanzen benötigen für ein ertragreiches Wachstum viel Stickstoff und Kalium. Die pure Jauche ist allerdings zu scharf und wird nur stark verdünnt angewendet. Als Mittel gegen Blattläuse und Schädlinge eignet sich Brennnessel-Jauche nur indirekt, mit Hilfe der Jauche kann man die Pflanzen hingegen stärken. Zur Schädlingsbekämpfung besser geeignet ist der Brennnesselsud.


Brennnessel-Jauche selber herstellen. Einfach und macht außerdem Spaß, weil man den Prozess beobachten kann. Was du dafür brauchts:

Gefäß (am besten aus Plastik, da es im Laufe der Verjauchung zu chemischen Reaktionen mit Metall kommen kann.

Arbeits-Handschuhe sind immer wieder praktisch für die Ernte der Brennnesseln, da eine Berührung der Haut mit dem Nesselgift schmerzt und unansehnliche Quaddeln hervorruft. (Außer man möchte das als Rheumatherapie gleich mitnutzen.)

Schere, Gartenschere. Optimal verläuft die Vergärung, wenn die Brennnesseln klein geschnitten sind.

Hasendraht oder Fliegengitter. Die Brennnessel-Jauche wird im Garten angesetzt, der Prozess braucht Sauerstoff und dafür ist eine durchlässige Abdeckung praktisch so kann auch kein anderes Laub hineinfallen. Den Hasendraht auf den Eimer legen und die Ecken umknicken.

Stock. Während der Verjauchung regelmäßig umrühren und Sauerstoff zuführen.

Sieb. Wer die Jauche nach dem Prozess abseihen möchte. Es ist durchaus sinnvoll damit die Gießkanne nicht verstopft.

Anleitung:

Brennnesseln in Bodennähe ernten, abschneiden, zerkleinern und in einen Plastikkübel geben, etwa 1 kg (sollte es mehr sein auch gut). Den Eimer mit Wasser füllen, sodass das Kraut bedeckt ist und an einen sonnigen Platz stellen, sodass die Gärung beginnen kann. Warten. Mindestens einmal täglich umrühren. Nach sieben bis vierzehn Tagen, je nachdem wo der Kübel abgestellt wurde, ist die Jauche fertig. Die Blätter haben sich beinahe aufgelöst, jetzt sind noch die Stängel sichtbar. Jauche abseihen und Kraut am Kompost entsorgen oder für den nächsten Ansatz verwenden.

Blattlaus frei mit Brennnessel-Sud. Weniger "scharf" da nicht verjaucht sind hingegen Brennnessel-Tee oder Brennnessel-Sud. Bei der Bekämpfung von Blattläusen wirkt ein anderer Stoff, das für Menschen unangenehme Nesselgift.


Tipp für frische Brennnesseln:

Die alten Brennnesseln abmähen um den neuen, frischen Trieben Platz zu machen.

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