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Ohne Ameisen kein Milzkraut

Aktualisiert: 7. Feb. 2021

Chrysosplenium alternifolium

Das wechselblättrige Milzkraut ist heute etwas in Vergessenheit geraten, wobei es nicht nur hübsch aussieht sondern auch interessante Inhaltsstoffe trägt. Wissenschaftliche Nachweise über die Wirkung dieser Pflanze gibt es noch nicht. Im Mittelalter verwendeten Heiler die Blätter nach der Signaturenlehre zur Behandlung von Milzerkankungen. Die Homöopathie nutzt sie zur Blutbildung und bei Leukämie.


Der Name wechselblättriges Milzkraut leitet sich von seiner äußeren Erscheinung ab, den kräftig gelb gefärbten Hochblättern und den milzähnlichen Laubblättern. Von März bis Mai, manchmal auch im Juni, bildet das Kraut einige wenige, kleine Blüten aus. Die goldgelben Hochblätter schaffen eine Scheinblütenhülle um die unscheinbaren Blüten. Sie locken Bestäuber wie Fliegen und Käfer an. Braune glänzende Samen liegen in den geöffneten Kapselfrüchten, die durch Regentropfen herausgeschleudert werden. Neben dem Regen sorgen auch Ameisen, die Waldpolizisten, für ihre Verbreitung.


Feingeschnittene Blätter passen gut in Salate, andere Kräutermischungen sowie Salzlake für eingelegtes Gemüse. Wir verwenden die milden, teilweise bitteren und fleischigen Blätter. Bei großer Hitze im Sommer steigt

der Bitterstoffgehalt.


In den Alpen klettert das Milzkraut übrigens schon mal bis in 2.000 Meter Höhe. Es liebt schattige feuchte Stellen in Wäldern, an Flussrändern und in Erlen- und Eschenwäldern.


Bildquelle: creative commens

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