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Von Cafeersatz bis Kaffeesudlesen



#kraeuterfreu #ersatzcafe Lupinensamen öffnen es, die Wurzel der Wegwarte auch, getrocknet, geröstet, mit heißem Wasser gefiltert, riecht und schmeckt es nach und wie Cafe.

Den Begriff Muckefuck, kennen die älteren Leute hierzulande noch, ein Relikt aus Kriegszeiten ist der Zicchorienkaffee.


Koffeinfrei. Wenn die Menschen in wirtschaftlicher Not waren, Kriege die Handelsrouten belasteten, versperrten oder Adelige die Bohne mit hohen Zöllen belegten, lag guter Rat in der Erde, vor der Haustür. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung war zum Beispiel auch die Eichel bei uns Menschen als Mehlzugabe oder Kaffe-Ersatz nicht mehr en Vogue, das "Armeleute-Essen" hatte im aufstrebenden Bürgertum nicht Platz.


Kaffee aus Lupinensamen liegt heute voll im Trend, in YouTube Videos kann man erfahren wie er gewonnen und verarbeitet wird, die Lupine überhaupt als hochwertige Eiweißquelle in der vergangenen Küche und Stickstofflieferant für unsere Gärten.


Laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZFE) wurde Lupinenkaffee zum ersten Mal 1918 bei einer Lupinentagung vorgestellt. 1926 kamen Süßlupinen in Deutschland auf den Markt, in Südtirol werden Lupinen seit 100 Jahren angebaut. Wirklich bekannt wurde die Hülsenfrucht bei uns aber erst in den letzten Jahrzehnten.


Lupinensamen werden goldbraun bis braun geröstet und anschließend zu Pulver vermahlen, so entsteht ein Röstaroma und ein „malziger“ Geschmack. Die Ähnlichkeit mit dem Kaffeegeschmack liegt vor allem an der Röstung, aber auch daran, dass die Lupinen wie die Kaffeebohne einen hohen Eiweißanteil haben.

Mit 40% ungefähr so viel Eiweiss wie Sojabohnen und Ballaststoffe, außerdem sind sie reich an Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Wie viel davon im Lupinenkaffee zurückbleibt, ist aber nicht klar.


Eigentlich stecken in Lupinen auch giftige Lektine, durch das Mahlen und Rösten werden die Schadstoffe jedoch verändert und zerstört, so viel kurz zur Frage nach unverträglichen Stoffen.




Die Sache mit der Kaffee-Sucht...

beim Kaffeeklatsch diskutierten wir gestern Warum und ob man sich das Kaffeetrinken abgewöhnen sollte, neben Menschen, die bisher noch nie Kaffee getrunken haben. Kaffeeklatsch als Gewohnheit, Sucht, gesunde Inhaltsstoffe versus Nervengift ... viele Anhaltspunkte fanden sich.


Selbsterfahrung...

und heute sitze ich mit einer Tasse Cafe in Gedanken über das Gestern. Milchkaffee bei Oma Julie, Zuckercafe, Türkischer Cafe in Tunis, in Zypern schlaflose Nächte, Kannen voll Cafe über Transparentpapier auf topographischen Karten, weil der Abgabetermin nahte und der Erkenntnis: irgendwann hält dich auch Cafe nicht mehr wach.


...den ersten Cafe-shot habe ich wahrscheinlich als Zweijährige genossen, so wie vermutlich auch meine beiden Schwestern. Oma Rosi war eine Stadtmenschin, kein Tag verging ohne den kleinen Braunen im Cafe Korso und das Gasteiner- Wasser, der Mokkalöffel klein genug für die Enkerln, damals begleitet von Sahne denn Milchschaum musste man südlich des Brenners suchen. Starbucks in Schottland brachte die Erfüllung aller Cafe-(Alb)Träume, mit Haselnuss-Shot, gefreezed oder gerührt, der Einwegbecher bekam einen Namen, meinen, und ich das Gefühl keine Nummer mehr zu sein, in den kuscheligen Stühlen ohrentief versunken fiel auch das Studieren leicht(er)...


Schon erstaunlich was eine Runde Kaffeeklatsch alles auslösen kann ☺ ob das jetzt alles der Wahrheit entspricht kannst du aus dem Kaffeesatz lesen, welche Erinnerungen und Gefühle meine Geschichten wohl in dir berühren? ... ich freue mich auf deine Erfahrungen :-)

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