Schneehschuhwandern - Ein neuer Trend?
- kathreinjane
- 15. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Feb.

Schneeschuhwandern gilt heute als eine der beliebtesten Wintersportarten in den Alpen neben dem Skitouren-Gehen. Vor zwei Jahren bin ich auf den Geschmack gekommen. Neu ist diese Form der Fortbewegung jedoch nicht - der griechische Historiker und Philosoph Strabon (ca. 63 v. Chr. – ca. 24 v. Chr.) schreibt, dass die Einwohner des Kaukasus-Gebiets flache Lederflächen benutzten, um nicht im Schnee zu versinken. Armenier nutzen wiederum runde Holzflächen. Menschen in Schneegebieten nutzen vermutlich schon sehr lange Zeit Schneeschuhe um voran zu kommen.
2003 gab der Gletscher am Gurgler Eisjoch (3151 m ü. A.), das ist der Übergang vom Südtiroler Pfossental auf den Gurgler Ferner der Ötztaler Alpen, einen Schneeschuh frei, der nach bisheriger Kenntnis älter als Ötzi zu sein scheint.
Der Schneeschuh wurde bei Vermessungsarbeiten des italienischen Militärs durch den Kartographen Simone Bartolini gefunden und im Juli 2015 an das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen übergeben. Er besteht aus einem ca. 1,5 m langen Birkenast, der zu einem rund-ovalen Rahmen mit 32 cm Durchmesser gebogen wurde. Im Inneren sind mehrere Stränge gespannt. Eine Radiokarbondatierung ergab: der Schuh stammt aus der späten Jungsteinzeit also zwischen 3800 und 3700 vor Christus.




Kommentare